Medizinisches Versorgungszentrum

wie in den Medien in letzter Zeit immer wieder berichtet wird, ist die Spezies „Hausarzt“ vom Aussterben bedroht. Viele Anstrengungen werden unternommen, um die Tätigkeit eines Hausarztes attraktiv zu machen. Nicht zuletzt gibt es inzwischen in vielen Regionen sehr erhebliche finanzielle Unterstützung für Ärzte, die sich niederlassen wollen.

Da sind nur einige Probleme, die auch mit Geld nicht zu lösen sind: Das Medizinstudium ist inzwischen in vielen Bereichen sehr wissenschaftlich orientiert. Die Faszination, welche von teilweise sensationellen Forschungsperspektiven ausgeht, ist ein Grund, warum Studierende lieber dort arbeiten, wo sie Anschluss an große Kliniken oder Forschungseinrichtungen haben. Weiterhin möchte die Generation der jetzt Studierenden lieber in Großstädten arbeiten mit ihren vielfältigen kulturellen und sozialen Angeboten. Schließlich ist nicht zu übersehen, dass mehr als zwei Drittel aller Studierenden Frauen sind. Die Frage einer Tätigkeit in Selbständigkeit steht dann in Konkurrenz zu Familienplanung. Denn wer eine Familie gründen will, wird sich wenig glücklich fühlen, wenn ein Full-Time-Job bevorsteht und eventuell finanzielle Belastungen durch Übernahme einer Praxis oder Neugründung hinzukommen.

Unsere Entscheidung, ein Medizinisches Versorgungszentrum zu gründen bedeutet, dass Ärzte bei uns mit unterschiedlichem zeitlichem Engagement ( 10 oder 20 oder 30 Wochenstunden oder auch Full-Time, also 40 Stunden) arbeiten, ohne Kosten für Investitionen, Personal und Organisation fürchten zu müssen. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, die Praxis bzw. das Medizinische Versorgungszentrum später zu übernehmen und selbst Arbeitgeber zu werden (und sich selbst darin ebenfalls in unterschiedlichem, zeitlichem Rahmen anzustellen). Also: wir sind sehr flexibel.

Was hat sich inzwischen getan?

Zwei Ärztinnen für Innere Medizin werden in Zukunft mitarbeiten (-> Unsere Ärzte). Damit können wir unter anderem unsere Präsenz am Nachmittag verbessern. – Also es tut sich was… wir sind guter Hoffnung!